Happy Dings – Wie Christina Hillesheim ihren Weg aus Angst und Burnout fand

Christina Hillesheim Portrait Happy Dings

Folge: 61

In dieser Folge von „Mehr Mut zum Glück“ berichtet Christina Hillesheim offen über ihre Erfahrungen mit Burnout und Angststörungen. Sie erzählt, wie sie ihren Weg aus der Krise gefunden hat. Außerdem spricht sie darüber, welchen Herausforderungen und welchem Druck sie in ihrer Karriere begegnet ist – und warum sie sich schließlich dazu entschlossen hat, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, um anderen mit ihrer Geschichte Mut zu machen.

Inhalt

Podcast auf allen Plattformen

Hier findest du “Mehr Mut zum Glück” auf allen Plattformen zum Download

Überblick Interview mit Christina Hillesheim

Glück entsteht oft nicht dann, wenn man es jagt – sondern wenn man aufhört, sich selbst zu überfordern. Im Podcast „Mehr Mut zum Glück“ erzählt Christina Hillesheim offen von ihrem Burnout, von jahrelangen Angststörungen und davon, wie sie Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zurückgefunden hat.

Aus dieser persönlichen Krise entstand Happy Dings – heute einer der bekanntesten Blogs und Podcasts rund um Angstbewältigung, mentale Gesundheit und ein Leben jenseits permanenter Selbstoptimierung.

Wenn Angst leise beginnt – und irgendwann alles bestimmt

Angst war lange ein stiller Begleiter in Christinas Leben. Schon als Kind entwickelte sie ausgeprägte Sorgen, insbesondere um Krankheiten und den Verlust nahestehender Menschen. Diese Ängste waren nicht irrational laut, sondern dauerhaft präsent – ein Grundrauschen im Kopf, das sie zunächst als Teil ihrer Persönlichkeit akzeptierte.

In Schule und Studium funktionierte sie trotzdem hervorragend. Sie hatte Freunde, war leistungsfähig und erfolgreich. Doch mit zunehmendem Druck, Verantwortung und innerem Anspruch verstärkten sich die Symptome. Erste Panikattacken Anfang zwanzig waren Warnzeichen, die sie damals noch überging.

Der eigentliche Wendepunkt kam 2016: Ein Burnout, begleitet von einer generalisierten Angststörung und depressiven Episoden, zwang sie dazu, innezuhalten. Schlaflosigkeit, innere Daueranspannung und das Gefühl, nie mehr „normal“ zu werden, bestimmten ihren Alltag.

Burnout als Zäsur – und als Beginn eines neuen Umgangs mit sich selbst

Im Podcast-Gespräch beschreibt Christina Hillesheim diese Phase nicht dramatisch, sondern ehrlich. Der Weg aus dem Burnout war kein schneller Befreiungsschlag, sondern ein langer Prozess aus Therapie, medizinischer Unterstützung, Lernen und Geduld.

Ein entscheidender Punkt war die Erkenntnis, dass es keine „Glückspille“ gibt. Medikamente konnten stabilisieren, aber echte Veränderung entstand erst durch ein neues Verständnis von Angst, Leistung und Selbstwert. Sie lernte, Symptome nicht mehr als Bedrohung zu sehen, sondern als Signale ihres Körpers.

Heute sagt sie rückblickend, dass sie nicht mehr „angstfrei“ im absoluten Sinn lebt – aber frei von lähmender Angst. Gedanken verlieren ihre Macht, wenn man sie einordnen kann. Genau dieses Prinzip zieht sich durch ihre gesamte Arbeit.

Shownotes

Happy Dings – Vom DIY-Blog zur Plattform für mentale Gesundheit

Ursprünglich war Happy Dings ein Ort für Kreativität, Leichtigkeit und kleine Alltagsfreuden. Doch schnell wurde deutlich, dass Menschen weniger an Bastelideen interessiert waren – sondern an Christinas Geschichte.

Der Blog entwickelte sich zu einer Plattform für Menschen, die unter Angst, Erschöpfung oder innerem Druck leiden. Heute steht Happy Dings für einen realistischen, entstigmatisierenden Umgang mit mentaler Gesundheit. Nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit Verständnis, Wissen und Mitgefühl.

Christina spricht offen darüber, dass Angst nicht einfach verschwindet, wenn man „positiv denkt“. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Körper, Gedanken und Lebensgestaltung gemeinsam zu betrachten – ein Ansatz, der vielen Betroffenen erstmals echte Entlastung verschafft.

„Sag deiner Angst, sie kann gehen“ – Worte als innere Anker

Aus dieser Arbeit entstand auch ihr Spiegel-Bestseller „Sag deiner Angst, sie kann gehen“. Die Idee dahinter ist bewusst einfach gehalten: kurze, klare Sätze, die im Alltag Halt geben.

Diese Sätze ersetzen keine Therapie, aber sie helfen, in akuten Momenten Orientierung zu finden. Sie wirken wie mentale Haltegriffe, wenn Gedanken kreisen oder körperliche Symptome Angst verstärken. Christina beschreibt sie als Erinnerungen daran, dass der Körper nicht gegen uns arbeitet, sondern für uns.

Gerade diese Einfachheit macht das Buch für viele Menschen so wirkungsvoll.

Selbstständigkeit nach Burnout – ein neuer Umgang mit Leistung

Nach ihrer Gesundung entschied sich Christina Hillesheim bewusst gegen die Rückkehr in ein klassisches Angestelltenverhältnis. Nicht aus Angst, sondern aus Klarheit. Der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, passte nicht mehr zu dem Leben, das sie führen wollte.

Die Selbstständigkeit wurde zu einem Raum, in dem sie ihre eigenen Grenzen respektieren konnte. Happy Dings wuchs organisch – mit Blog, Podcast, Mitgliederbereich, Workshops und Büchern. Heute erreicht sie hunderttausende Menschen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Im Podcast betont sie, dass Freiheit nicht bedeutet, alles zu schaffen – sondern rechtzeitig innezuhalten. Erfolg misst sich für sie nicht an Reichweite, sondern an innerer Stabilität.

Glück ohne Zwang – eine neue Definition von Lebenszufriedenheit

Christina Hillesheim hat sich bewusst von der Idee verabschiedet, ständig glücklich sein zu müssen. Glück ist für sie kein Ziel, sondern eine Begleiterscheinung eines stimmigen Lebens.

Wenn Bedürfnisse ernst genommen werden.
Wenn Angst nicht bekämpft, sondern verstanden wird.
Wenn Leistung nicht mehr über den eigenen Wert entscheidet.

Happy Dings steht heute genau für diese Haltung: ein Leben mit weniger Druck, mehr Selbstannahme und echter psychischer Gesundheit.

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Fazit – Warum Happy Dings so viele Menschen erreicht

Das Gespräch mit Christina Hillesheim ist kein klassisches Erfolgsporträt. Es ist eine Einladung zur Ehrlichkeit. Über Angst, Überforderung, Heilung und den Mut, das eigene Leben neu auszurichten.

Happy Dings zeigt, dass mentale Gesundheit kein Zustand ist, den man einmal erreicht – sondern ein Prozess, den man begleiten kann. Mit Wissen, Mitgefühl und realistischen Erwartungen an sich selbst.

Für alle, die sich müde fühlen vom Funktionieren, von Angst oder innerem Druck, ist dieses Podcast-Interview ein ruhiger, stärkender Impuls: Du musst nicht perfekt sein, um ein gutes Leben zu führen.

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Florian Henle gründete vor elf Jahren mit zwei Freunden einen eigenen Stromanbieter für Ökostrom und -gas. Das Ziel: eine Energiewende mit Sinn und Verstand. Mittlerweile hat sich Polarstern-Energie deutschlandweit etabliert. Mit Florian spreche ich über seine Karriere, die derzeitige Energiekrise in Deutschland, was das für uns Verbraucher bedeutet und warum es so befriedigend ist, etwas tun zu können, um nicht der der Spielball von anderen zu sein.